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4.
Etappe vom Refuge des Ecrins nach La Grave mit Aufstieg Dome de Neige:
Aufstieg 1300 HM / Abfahrt 2600 HM |
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Die
Flanke des Dome de Neige
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Unter
dem ersten Hängegletscher
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Querung
im Mittelteil
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Es ist noch dunkel bei unserem Aufbruch. Wir werden nach dem Dome de Neige wieder zur Hütte zurück kommen und können so den Großteil unserer Ausrüstung zurücklassen. Der Rucksack ist genußvoll leicht. Eine kurze Abfahrt von der Hütte hinunter zum Gletscher und dann in einer Stunde zurück zum Ende des Gletscherbodens und zum Beginn des eigentlichen Aufstieges. Die Spur ist sehr gut angelegt und verbringt nur die notwendigste Zeit unterhalb der direkten Eisschlagzonen. Zu dieser Zeit am Morgen sollte allerdings das Risiko ohnehin gering sein von etwas getroffen zu werden. Im Mittelteil quert die Route nach links zu einer kurzen Spaltenzone, dort einige Kehren steil hinauf und dann die Endquerung nach rechts in Richtung Gipfel. Der Blick von diesem 4015 Meter hohen Berg ist erstklassig. |
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Eisbruch
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Blick
zum Mont Blanc
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Die
Barre des Ecrins
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| Zum einen liegt die Etappen der letzten Tage in unmittelbarer Nähe, zum anderen reicht die Fernsicht zum Mont Blanc und zum Matterhorn. Südlich von uns sind die Ausläufer der Alpen zu sehen. Es wird aber auch deutlich wie wild zerklüftet der Gebirgsstock der Dauphine ist. Überall sonst erkennt man runde Kuppen und Bergrücken. Hier stehen wir auf der einzigen Kuppe und sind umgeben von steilen Flanken, Graten und Wänden. Ein wenig wird unser Gipfelerlebnis von unserem heute morgen gekochten Teevorrat getrübt. Offensichtlich haben wir zu viel Salz beigegeben um dem Mineralmangel des geschmolzenen Schnees vorzubeugen. Stefans Gesicht nach der Verkostung spricht Bände. Wir beschliessen heute nicht noch einmal auf der Ecrins Hütte zu bleiben, sondern gleich den Aufstieg zum Col Emile Pic anzugehen und hinaus nach Villar-d'Arene zu gehen. Der gestrige Abend auf der ausgekühlten Hütte war sehr ungemütlich und ausserdem bekommen wir beide Hunger auf etwas ordentliches. Der Gedanke an Eistee und dann ein gepflegtes Glas Wein tun ein Übriges. Also fahren wir auf schönen Hängen hinunter zum Gletscherboden und hinaus und hinauf zur Hütte und unseren Sachen. | |||
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Stefan
im 4000er Kopfstand
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| Dort müssen wir unsere Getränkevorräte, diesmal ohne Salz, ergänzen und machen uns mit den wieder schwer gewordenen Rucksäcken auf den Weg in Richtung Col Emile Pic. Gleich hinter der Hütte beginnt der Steilhang, der jetzt in der direkten Mittagssonne liegt. Im obersten Bereich geht es nur mehr zu Fuss weiter. Vom Col (3483m) dann am rechten Rand des Glacier des Agneaux 1100 HM steil hinunter. Der Schnee wird immer miserabler. Am Talboden ist der Schnee so faul, daß man bei jedem Schritt das Gefühl hat angesaugt zu werden. Zu allem Überfluss beginnt sich dann noch mein Innenschuh aufzulösen (er wird wenig später durch einen französichen Müllcontainer bestraft), was meine Füsse in Mitleidenschaft zieht. Auf dem Refuge Villar-d'Arene dann eine Pause mit viel Eistee. Der Apfelkuchen dort wäre stark verbesserungsfähig. Eine weitere Stunde später sind wir drunten im Tal, die Dauphine Runde somit abgeschlossen. | |||
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Unterhalb
vom Col Emile Pic
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Richtung
Abendessen
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Wir hatten auf dieser körperlich sehr anspruchsvollen Tour grosses Glück mit dem Wetter und konnten so eine der wohl eindrucksvollsten Hochtouren der Alpen gut hinter uns bringen. Stefan als verlässlicher Tourenpartner war optimal, nur seine schwarze Voll-Mütze auch bei ärgster Hitze blieb mir ein Rätsel. An dieser Stelle ein Danke für die viele Spurarbeit. Mit ein Grund warum diese Tour sicher ernsteren Charakter als die Haute Route aufweist liegt allein schon an der Tatsache, daß die meisten Etappen wenig begangen werden. Nur am Dome de Neige trifft man auf ein paar Gruppen, ansonsten kann es vorkommen, daß man den ganzen Tag über allein ist. Handyverbindungen waren nur in La Berarde und auf dem Gipfel des Dome de Neige zu bekommen. Schnell den Hubschrauber anzurufen geht also nicht wenn etwas passiert. |
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